Aus der Zwischenwelt von Vorstellung und Realität entspringen die kreativsten
Einfälle - wenn der Geist ohne die Grenzen des Verstandes wandert, aber
Bewusstsein und Erinnerung bereits funktionieren. Ihren Geist haben
offensichtlich auch die Ingenieure von NZXT auf eine Reise geschickt und stießen
dabei auf ein Phantom. Nicht umsonst stammt "Phantom" von "Phantasie" und
beschreibt eine unwirkliche Erscheinung oder ein Trugbild.
Kraft des Verstandes wurde das Phantom Wirklichkeit und steht nun als
Wirklichkeit gewordenes Traum-Gehäuse vor uns. Mit seiner überaus individuellen
Formsprache markiert der Phantom Tower die Spitze der NZXT Produktpalette.
Analog zu den Geschwistern bietet das Design zugleich die Basis für einen
überaus durchdachten Aufbau mit sehr hoher Funktionalität.
Die Keyfacts: Der Phantom Tower verfügt über ein einzigartiges Design, eine
hochwertige Verarbeitung, ein sehr leistungsfähiges Belüftungssystem (4x Lüfter,
5x Lüftersteuerung), eine deaktivierbare Beleuchtung, sehr großzügige
Platzverhältnisse (E-ATX, 35 cm VGA, 12x Laufwerke), ein aufwändiges
Kabelmanagement-System, umfangreiche Vibrationsdämpfungsmaßnahmen und die
Möglichkeit, einen Dual-Radiator einzubauen.
Zusammengenommen stellt der Phantom Tower ein Gehäuse der Superlative dar,
welcher Verstand und Gefühl gleichermaßen anregt.
Auf den ersten Blick scheint das Gehäuse ein asymmetrisches Design zu
besitzen. Hierfür sprechen vor allem die beiden deutlich ausgestellten
Abschnitte im unteren Frontbereich sowie im hinteren Teil des Deckels. Bei
genauerer Betrachtung fällt jedoch auf, dass beide genau entgegengesetzt
gestaltet wurden, so dass der Deckel die Frontgestaltung spiegelbildlich
weiterführt. Damit entsteht eine raffinierte Ordnung im scheinbaren Chaos.
Die Bedienelemente, das I/O-Panel und die Lüftersteuerung sitzen im vorderen
Teil des Deckels. Die Lüftersteuerung ist besonders aufwändig gestaltet, wobei
fünf Schieberegler samt Kontroll-LEDs eine getrennte Anpassung erlauben. Die
externen Laufwerkszugänge sind von einer Fronttür elegant verdeckt.
Analog zur Außengestaltung ist auch der Innenraum vollständig Schwarz
lackiert. Auffällig ist der vergleichbar große Mainboardtray. Dieser kann selbst
Mainboards im E-ATX Format beherbergen, was zugleich die mögliche
Grafikkartenlänge auf satte 35 Zentimeter erhöht. Selbst größte Pixelboliden
haben damit noch Spielraum. Das Kabelmanagement ist sehr durchdacht gestaltet,
bietet mehrere gummierte Öffnungen und einen großzügigen Abstand vom
Mainboardtray zur Außenwand, so dass auch dickere Kabel (bspw. 24-Pin ATX)
dazwischen verlegt werden können.
Sowohl die externen (5x) als auch die internen (7x) Laufwerke können ohne
Werkzeug verbaut werden. Diese verteilen sich auf drei Schächte, wobei die
HDD-Rahmen zur Seite gedreht und damit nochmals einfacher zu bestücken sind.
Neben 3,5 Zoll können hier auch 2,5 Zoll Laufwerke (beispielsweise SSDs) verbaut
werden. Der kleinere HDD-Schacht ist ausbaubar.
Gehäusestandfüße und Netzteilauflagen bestehen aus Gummi, welche auftretende
Vibrationen dämmen und die Geräuschentwicklung reduzieren. Hierzu trägt
weiterhin eine spezielle Beschichtung der Fronttür-Innenfläche bei.
Das Belüftungssystem ist bereits im Auslieferungszustand überaus
leistungsfähig. Vier Lüfter sorgen dabei für satten Durchzug und hervorragende
Kühlung. Die Frischluftversorgung bewerkstelligen zwei 120er Seitenlüfter.
Abgeführt wird die erwärmte Luft von einem 120er an der Rückseite sowie einem
200er im Deckel. Zusätzlich kann ein 140/120er hinter der Front, ein weiterer
200er im Deckel sowie ein 200/230er im Seitenteil montiert werden.
Die Lüftersteuerung ermöglicht dabei eine flexible Drehzahlregulierung, um
Fördervolumen und Lautstärke den individuellen Anforderungen anzupassen. Da
jeder der fünf Anschlüsse mit satten 20 Watt belastbar ist, können auch mehrere
Lüfter über einen Port angebunden und gesteuert werden. Unabhängig von der
Drehzahl ist die Beleuchtung des Deckellüfters deaktivierbar.
Für die Integration einer Wasserkühlung verfügt der Phantom Tower über vier
Schlauchöffnungen an der Gehäuserückseite und die Montagemöglichkeit für einen
240er Dual-Radiator unterhalb der 200er Lüfter im Deckel.
Hinweis: Die 200- und 230-mm-Lüfter / Lüfter-Slots sind nicht
standardisiert. Deshalb passen unter Umständen Lüfter mit dieser Deklaration
nicht. Der Bohrungsabstand beträgt bei allen drei Slots 147 mm (diagonal 208
mm). Die Beleuchtung wurde mit optionalen Kathoden verstärkt.